Die Zahl der Milliardäre und Superreichen steigt Jahr für Jahr. Die positive Weltkonjunktur ist dabei ein wesentlicher Antreiber. Die wachsenden Unternehmensgewinne lassen die Unternehmenswerte in die Höhe schnellen, ein anhaltender Boom an den Börsen und ständig steigende Immobilienpreise wirken sich äußerst positiv auf Wertpapier-  und Immobilienportfolien aus. Die Reichen werden demnach immer reicher. Zusammen bringen es die 100 reichsten Österreicher auf ein Vermögen von rund 170 Milliarden Euro. Die Familien Porsche und Piech führen die Liste der Superreichen in Österreicher mit einem geschätzten Vermögen von 39,40 Milliarden Euro deutlich an. Gefolgt auf Platz 2 von Red Bull Gründer Dietrich Mateschitz mit einem geschätzten Vermögen von 12,47 Milliarden und Novomatic Eigentümer Johann Graf mit geschätzten 6,7 Milliarden Euro auf Platz 3.

Was machen Vermögende anders als die meisten Menschen? Wie legen die Reichen und Superreichen dieser Welt ihr Geld an?

Es zeigt sich ein großer, aber wesentlicher, Unterschied. Die meisten Österreicher verdienen ihr Geld fast ausschließlich mit Arbeit. 95% aller Haushalte in Österreicher verdienen zu 96,8% ihr Geld mit Arbeit und nur 3,2% mit Kapital, sprich mit Gewinnausschüttungen, Vermietungen, Verpachtungen und Zinsen.

Quelle: AK / WU Wien

Vermögende wiederum erwirtschaften ein gutes Drittel ihres Einkommens, indem sie ihr Geld arbeiten lassen. Genauer betrachtet verdienen sie 67,5% ihres Einkommens mit Arbeit und ganze 32,5% mit Kapital.

Quelle: AK / WU Wien

Geld arbeiten lassen? Wie sieht ein Portfolio der Superreichen im Detail aus?

Die größte Position mit 30,9% bilden Aktien und Beteiligungen. Nicht wirklich überraschend und verwunderlich, da mögliche Kurssteigerungen aufgrund florierender Märkte und die Aussicht auf Dividendenzahlung für Anleger momentan besonders attraktiv sind. Aktien können auch jederzeit verkauft und neue Anteile erworben werden. Diese hohe Flexibilität und große Liquidität sind für erfolgreiche Anleger von äußerster Wichtigkeit. 27,2% eines solchen Portfolios sind Cash und Cash-Äquivalente, 16,8% Immobilien, 15,8% Anleihen und 9,4% Alternative Investments.

Quelle: AK / WU Wien

Welche Schlüsse kann man daraus ziehen?

Generell schadet es nie, wenn man seine aktuelle und bereits vorhandene Anlagestrategie unter die Lupe nimmt, genau analysiert und sich Gedanken darüber macht, ob man eventuell etwas verbessern kann – vorausgesetzt man ist dazu bereit. Professionelle Beratung ist dabei eine große Hilfe, denn aufgrund der vielen Möglichkeiten, die es auf den Finanzmärkten mittlerweile schon gibt, ist es schwierig geworden, einen klaren Überblick zu bewahren. Ein Vermögensberater ist mit allen aktuellen Entwicklungen auf den Märkten vertraut, kennt alle Trends und kann individuelle Lösungen und Alternativen aufzeigen.

Für Einsteiger in den Kapitalmarkt eignen sich klug zusammengestellte Portfolien aus Investmentfonds und Aktien. Je nach Risikoneigung und persönlichen Interessen gibt es für jeden, die passenden Produkte. Eines darf jedoch nicht vergessen werden. Die Aussicht auf höhere Renditen hat meist auch ein höheres Risiko zur Folge. Durch stärkere Kursschwankungen kann man auch Geld verlieren. Deswegen ist es empfehlenswert eine Anlage in Aktien und Investmentfonds immer langfristig zu planen.

Immobilien können ebenfalls eine Alternative sein. Vorsorgewohnungen verwandeln Geldwerte in Sachwerte und können so zu einem nachhaltigen Zusatzeinkommen in der Zukunft führen.

Lösungen und Möglichkeiten sein Geld so anzulegen, wie es uns die Milliardäre und Millionäre dieser Welt vormachen, gibt es zur Genüge. Man muss sie nur ergreifen.

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Matthias Wolfgruber